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Tarifvertrag kraftfahrer land

Obwohl die Vereinbarung die Mindestlöhne und Die Arbeitsbedingungen in diesem Sektor festlegt, wird in der Praxis das Lohnniveau des gesamten Sektors nicht beeinträchtigt. Laut ETTA betrifft die Vereinbarung vor allem Busfahrer, die außerhalb der Hauptstadt Tallinn arbeiten, indem sie ihre Monatslöhne um 1.500 EEK auf 2.000 EEK (96 € auf 128€) erhöht. Da das Lohnniveau in der Hauptstadt höher ist, wirken sich die Bestimmungen über die Mindestlöhne weniger auf das Lohnniveau der Straßentransportarbeiter in Tallinn aus. Das umstrittenste Thema in den Verhandlungen betraf das Mindestlohnniveau in der Branche. Zu Beginn der Verhandlungen forderte die ETTA einen monatlichen Mindestlohn von 7.718 EEK (rund 493 Euro per 18. Januar 2008) für Fahrer und Mechaniker sowie einen Mindeststundenlohn von 45,40 EEK (2,90 Euro). Verglichen mit den Bestimmungen des bisherigen Tarifvertrags bedeutete die Forderung der Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von fast 43 %. Zu den Höhepunkten der neuen Vereinbarung gehören eine Reihe von Maßnahmen zur gleichzeitigen Verbesserung der Fahrzeiten, des Kundendienstes und der Arbeitsumgebung der rund 750 Fahrer. Diese Maßnahmen ergeben sich aus der Obersten Priorität der Fahrer während dieser Verhandlungen, die durch ihren Slogan zusammengefasst wird: Le service aux usagers, notre priorité (Service für die Nutzer ist unsere Priorität). Vor etwa einem Jahr stimmten die RTL-Busfahrer mit 98 Prozent für ein Streikmandat, das zum zeitpunkt der Gelegenheit ausgeübt werden soll. Anschließend kamen sie zur Arbeit und trugen T-Shirts und orangefarbene Pullover mit dem Slogan Le service aux usagers. Im Frühjahr 2018 griffen sie zu Drucktaktiken, zielten auf die Verwaltungsstruktur des Arbeitgebers ab und ersparten gleichzeitig den Service für die Nutzer.

Die Arbeitgeber hielten die Lohnerhöhung jedoch angesichts der geringen staatlichen Subventionen, die nicht alle Kosten für die Erbringung von Verkehrsdienstleistungen decken, für zu umfangreich. Eine solche Anhebung der Löhne der Busfahrer würde daher das finanzielle Defizit der Busunternehmen weiter erhöhen. Alternativ schlugen die Arbeitgeber eine Erhöhung der Monatslöhne um fast 30 % auf 7.013 EEK (448 ) vor. Darüber hinaus waren sich die Verhandlungsparteien uneins über Fragen, die die Arbeitszeit und die Ruhezeit betreffen, einschließlich: die Art und Weise der Erfassung der Gesamtarbeitszeit; die Aufteilung eines Arbeitstages, wie z. B. die Aufteilung eines Arbeitstages in mehrere getrennte Arbeitszeiten mit einer Ruhezeit dazwischen für Fahrer, die im Personenverkehr arbeiten; zusätzliche Bezahlung; und Jahresurlaub der Mechaniker. Die wichtigsten Änderungen in Bezug auf Arbeitszeit und Ruhezeit beziehen sich auf die Art und Weise der Erfassung der Gesamtarbeitszeit und die Aufteilung des Arbeitstages. Bei der Berechnung der Arbeitszeit wurde vereinbart, daß bei einer Berechnungsfrist für die Erfassung der Gesamtarbeitszeit zwei Monate überschritten werden, 60 % des sektoralen Mindestlohns für Überstunden gezahlt werden.

Was die Aufteilung des Arbeitstages für die Fahrer im Personenverkehr betrifft, so kann sie in getrennte Arbeitszeit- und Ruhezeiten unterteilt werden.

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